Frisches Wasser für alle: Wie Filadelfias Stadtviertel eine bessere Versorgung bekommen
Die alten Leitungen waren flach verlegt und brüchig, was über die Jahre zu erheblichen Wasserverlusten und steigenden Reparaturkosten führte. Als 2017 die Wasserleitungen in Guidaichai in Zusammenarbeit mit der Munizipalität Filadelfia erneuert wurden, installierte man auch Wasserzähler. Diese Siedlung zahlte daher von Anfang an einen Literpreis für das Wasser. In den übrigen drei Siedlungen wurde ein monatlicher Betrag von 20.000 Gs. über die Stromrechnung eingezogen, um einen Teil der Reparaturkosten abzudecken.
Seit mehreren Jahren war die Erneuerung der Leitungen notwendig, doch verzögerte sich die Umsetzung aufgrund der Hoffnung auf das Aquädukt und staatliche Versprechungen. Im Jahr 2021 verlegte das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) neue Leitungen, und die Übernahme der Wasserverteilung durch die ESSAP war vorgesehen. Die Arbeiten des MOPC schwächten die alten Leitungen jedoch weiter, da viele Reparaturen erforderlich waren. Die neuen Leitungen wurden nicht in Betrieb genommen, da die Wasserversorgung über das Aquädukt eingestellt wurde. Angesichts steigender Wasserverluste und zunehmenden Verbrauchs (2023 betrug der Verbrauch 120.000 m³) wurden Alternativen gesucht.
Nach Gesprächen mit den Siedlungen, der Munizipalität und der Regulierungsbehörde ERSSAN beschloss der Verwaltungsrat im Jahr 2023 die Erneuerung der Leitungen in drei Siedlungen unter bestimmten Bedingungen:
1. Anträge für die Erneuerung und den Einbau von Wasserzählern müssen bei der Munizipalität Filadelfia gestellt werden, um die Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch zu ermöglichen.
2. Die Munizipalität übernimmt die Verantwortung gegenüber der ERSSAN und den Behörden für die Wasserverteilung.
3. Ein 10-jähriger Vertrag sieht vor, dass die Kooperative die Wasserleitungen erneuert und das Recht zur Wasserverteilung hat. Nach dieser Frist gehen die Leitungen in den Besitz der Munizipalität über.
In jeder Siedlung ist mindestens ein öffentlicher Wasseranschluss pro 100 Anschlüsse verfügbar, um in Notfällen kostenlosen Zugang zu gewährleisten. Die Arbeiten wurden im Oktober 2024 abgeschlossen, insgesamt 766 Anschlüsse und rund 15.506 Meter Wasserleitungen wurden eingerichtet.
Die Hauptarbeiten wurden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen von Horst Klassen, Dennis Siemens, Isaak Janzen, Alvin Fehr, Bruno Torlotting und Wesley Flaming durchgeführt. Für jeden Anschluss wird eine Gebühr von 300.000 Gs. erhoben. Der Tarif basiert auf Dekret 3891/2020: Ein monatlicher Grundbetrag von 33.000 Gs. für bis zu 2.999 Liter, bei höherem Verbrauch gestaffelte 15 Gs. pro Liter. Bei drei unbezahlten Rechnungen wird die Dienstleistung ausgesetzt.
Die Bewohner der Siedlungen haben während der Arbeiten große Dankbarkeit für die Investitionen und die weiterhin gewährleistete Wasserversorgung gezeigt. Auch die Unterstützung der Cooperación Vecinal der Asociación Fernheim, die unter der Leitung von Dennis Stahl die Koordination vor Ort übernahm, war entscheidend.
Siedlung |
Anschlüsse |
Leitungen (m) |
Kosten in Gs. |
Uje Lhavos |
365 |
7.719 |
953.340.734 |
Yvoperendá |
241 |
4.810 |
669.025.794 |
Cacique Mayeto |
160 |
2.977 |
427.313.399 |
TOTAL |
766 |
15.506 |
2.049.679.927 |
Lea los informes en español: InfoFernheim
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