Ruta de Bibliotecas 2026: Worte, die verbinden – Begegnungen, die bleiben

Am 23. April, dem Welttag des Buches, wurde in Filadelfia erneut ein besonderes kulturelles Ereignis gefeiert: die zweite Ausgabe der Ruta de Bibliotecas. Unter dem Motto “Cada parada una historia, cada libro una aventura”Worte voller Geschichten, Stationen voller Abenteuer – öffneten insgesamt zwölf Bibliotheken und Buchhandlungen ihre Türen und luden zu einem vielseitigen Rundgang ein.

Die Idee hinter der Ruta ist so einfach wie verbindend: Bibliotheken und Buchhandlungen sind Orte der Begegnung. Hier treffen sich Menschen, Gedanken und Kulturen. Bücher erscheinen in verschiedenen Sprachen – doch auch wenn wir sie in unserer jeweils vertrauten Sprache lesen, bleibt der Inhalt derselbe. Genau dieser gemeinsame Inhalt schafft Verbindung und Verständnis.

Initiiert wurde die Veranstaltung von der Kulturabteilung der Asociación Fernheim. Doch die Ruta ist ein Gemeinschaftsprojekt: Alle teilnehmenden Einrichtungen beteiligen sich aktiv an der Planung und gestalten ihren eigenen Beitrag. So entsteht ein abwechslungsreiches Programm, bei dem jede Station ihre eigene Geschichte erzählt.

In diesem Jahr waren auch drei neue Teilnehmer dabei: die Bibliothek von ACOMEM, die erst vor einem Jahr eröffnet wurde, die Bibliothek der Schule 1° de Mayo sowie die Buchhandlung El Mensajero, die historisch als erste spanischsprachige Buchhandlung der drei Chacokolonien bekannt ist. Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem die Bibliotheken der Municipalidad und der Gobernación, die Privatbibliothek von Gundolf Niebuhr, Happy Books, die Librería Filadelfia, das Colegio Filadelfia, das Sozialbüro, die Bibliothek Clara Schmidt des Campus Hospital Filadelfia sowie das Archiv der Kulturabteilung.

Der Rundgang konnte individuell gestaltet werden – ganz nach Interesse und Zeit. Denn eines wurde schnell deutlich: In den wenigen Stunden zwischen 17:00 und 20:30 Uhr ließ sich nur ein Teil der vielfältigen Route entdecken. Das Angebot richtete sich an alle Altersgruppen, auch wenn einzelne Stationen unterschiedliche Schwerpunkte setzten.

Besonders auffällig war die große Beteiligung von Müttern mit Kindern in den frühen Abendstunden. Später kamen zunehmend auch Erwachsene hinzu. Die Einrichtungen hatten sich große Mühe gegeben, ihre Programme attraktiv zu gestalten: Von Schnitzeljagden über Kasperletheater bis hin zu kreativen Mitmachaktionen war für jeden etwas dabei. Viele Stationen boten zudem kleine Snacks oder Getränke an, was zur gemütlichen Atmosphäre beitrug.

Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsames Treffen in der Kulturabteilung, bei dem Vertreter der Bibliotheken und Besucher noch einmal zusammenkamen, um den Abend ausklingen zu lassen.

Die Informationen zu diesem Artikel stammen von der Leiterin der Kulturabteilung der Asociación Fernheim, Frau Dorothea Doerksen.

Fotos: Jennifer Siemens











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