3. Außerordentliche Generalversammlung 2023 der Kooperative und Asociacion Fernheim

 

Bei warmen Außentemperaturen mit über 40 Grad Celsius, versammelten sich in der Sporthalle des Colegio Filadelfia, am 3. Oktober die Mitglieder zur 3. außerordentlichen Generalversammlung 2023. Der Präsident der Asociacion und Kooperative Fernheim, Wilfried Dück begrüßte um 14:30 Uhr die erschienenen Teilnehmer, bestehend aus Mitgliedern und teilweise deren Ehepartner. Vor der Versammlung hatten sich 394 stimmberechtigte Mitglieder registriert. In einer Besinnung sprach Gemeindeleiter Stefan Dück über den Vorteil einer guten Aussaat und einer guten Ernte. Er zitierte Jesus aus Johannes 15, wo er seine Jünger beauftragte, gute Frucht zu bringen. So wurden auch die hier Anwesenden aufgefordert, gute Früchte zu produzieren; solche die von bleibendem Wert sind, wie etwa Liebe, Dienst und Gerechtigkeit.

Es folgte der Bericht vom Verwaltungsrat, den bei dieser Gelegenheit das Mitglied für den Bereich Nachbarschaftshilfe und Wegebau, Ewald Schröder präsentierte. Themen die gestreift wurden, waren zum Beispiel die aktuellen Aktivitäten in der Nachbarschaftshilfe, Wehrdienstverweigerung, Sicherheitskontrollen, Raumordnungsplanung oder Wegebau. Des Weiteren ging es um den Ackerbau, Schlachthof und um die globale und lokale Wirtschaftssituation. Nach dem Bericht wurde Raum für klärende Fragen gegeben.

Ronald Unruh, Verwaltungsratmitglied für Bildung präsentierte danach das Projekt "Jahr der Familie“. So soll im Jahr 2024 dieser Bereich einen besonderen Schwerpunkt erhalten. Die Familien sollen gestärkt und junge Menschen sollen sensibilisiert werden, gottgewollt Familie zu führen.

Es folgte der Bericht von Jürgen Fröse, mit einem Thema, das danach etwas länger diskutiert wurde. Hierin ging es um den Vorschlag, Vorbereitungen und Registrierungen für eine eventuelle Finanzierung der Kooperative über eine Anleihe-Emission (emisión de bonos) zu machen. Diese würde als Alternative zu Bankkrediten gelten und vom Verwaltungsrat entschieden werden, wenn die Marktsituation dafür günstig erscheint. Um sich als Anleihe-Emittent zu registrieren, mussten die Mitglieder diesem zustimmen, was dann auch mit Stimmenmehrheit erfolgte.

Erland Flaming stellte den abgeschlossenen Landkauf Noroda II vor und wie die Einteilung vorgesehen ist. Hier war keine Abstimmung notwendig, zumal der Landkauf getätigt worden ist. Nun sollen die 24 möglichen Landstücke, teils für Ackerbau und teils für Viehzucht, den interessierten Mitgliedern vorgestellt werden. Das Land liegt etwa 10 Kilometer hinter Mariscal Estigarribia. Die Handhabung der Einteilung wurde von der Mehrheit der Mitglieder bejahend angesehen.

Beinahe zum letzten und schwierigsten Punkt der außerordentlichen Generalversammlung gehörte die Diskussion über die Zukunft der Milcherverarbeitungsanlage Coop. Diese gehört Fernheim und Neuland gemeinsam. Da in den letzten Jahren nicht gewinnbringend gearbeitet werden konnte, zieht man in Erwägung, die Fabrik zu schließen. Wie aus einer Statistik vom vergangenen Jahr hervorging, belieferte Coop lediglich 3 Prozent des Marktanteils, mit ihren Produkten. Es wurden bereits Vorschläge für langfristige Lösungen gesucht. Dabei wurde klar, dass für die Milchbauern selbst nicht der größte Verlust entstehen würde, sondern für die direkten Angestellten der Fabrik. Fernheim hat derzeit 21 Milchbauern und für eine Weiterführung von Coop müssten Neuerungen in den Installationen vorgenommen werden, hiess es im Bericht des Verwaltungsrates.

Nach einer langen und teilweise emotional geladenen Diskussion, wurde zur Abstimmung aufgerufen. Der Verwaltungsrat schlug vor, dass die Verhandlungen zum Verkauf der Fabrik in die Wege geleitet werden. Die Stimmenmehrheit entschied dafür.

Als letzten Punkt auf der Tagesordnung wurde dem langjährigen Mitarbeiter, Eduard Wiens, eine Plakette überreicht. Er hat 44 Jahre lang für die Computerabteilung gearbeitet.

Nach mehr als viereinhalb Stunden, endete die Generalversammlung der Kooperative und Asociacion Fernheim.

(Text/Fotos: bfe)


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