Viehzüchtertreffen auf der Estancia Águila
Die Betriebe der Kooperative Fernheim – der Beratungsdienst (ATF), Corral Filadelfia, Frigochaco und die Estancias – organisierten am 21. März ein Viehzüchtertreffen auf der Estancia Águila, rund 70 Kilometer nördlich von Filadelfia gelegen.
Die Kooperative Fernheim besitzt insgesamt fünf Estancias: Pico, Campoi,
Chacra Experimental, Laguna Porã und Águila. Die Estancia Águila umfasst fast 12.000
Hektar Land, wovon etwa 7.000 Hektar als Weidefläche eingerichtet sind. Auf dem
Betrieb weiden rund 6.200 Rinder. Der Schwerpunkt dieses Viehzuchtbetriebes
liegt auf der Kälberproduktion. Die Jungrinder werden anschließend an die
Estancia Campoi weiterverkauft, wo sie gemästet und später an den Schlachthof Frigochaco
geliefert werden.
Zum Viehzüchtertreffen erschienen rund 160 Teilnehmer. Im Mittelpunkt der
Veranstaltung stand das Thema künstliche Besamung der Kuhherden. Auf der
Estancia Águila werden derzeit über 3.000 Kühe besamt. Die Veterinäre des ATF
informierten die Teilnehmer ausführlich über die Durchführung und Handhabung
der Besamung.
Im Vorfeld der Vorträge hatten die Besucher die Möglichkeit, sieben
verschiedene Kuhherden zu besichtigen. Diese unterschieden sich sowohl im Alter
als auch in den jeweiligen Genetikkreuzungen, wodurch praktische Einblicke in
unterschiedliche Zuchtstrategien gegeben wurden.
Ein weiterer Programmpunkt war ein Podiumsgespräch mit drei Viehzüchtern
aus Fernheim, die von ihren Erfahrungen mit dem IATF-Programm (zeitgesteuerte
künstliche Besamung) berichteten. Dabei wurden sowohl praktische Erfahrungen
als auch Ergebnisse aus der Anwendung dieser Methode in den Betrieben
vorgestellt.
Zudem erhielten die Teilnehmer Informationen über die sogenannten CREA-Gruppen.
Dabei handelt es sich um Gruppen von Viehzüchtern oder Landwirten mit
gemeinsamen Interessen, die meist aus etwa zehn Mitgliedern bestehen. Die
Betriebe sammeln vergleichbare Produktionsdaten, tauschen sich regelmäßig aus,
besuchen sich gegenseitig und werden von Technikern des ATF begleitet. Die
gesammelten Daten werden beim ATF ausgewertet und verarbeitet, um daraus
wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Betriebe zu gewinnen.
Auch der Schlachthof Frigochaco präsentierte aktuelle und interessante
Daten über die Entwicklung des Fleischmarktes.



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